Autoversicherung

Umweltzonen

Die sogenannten Umweltzonen wurden und werden seit Beginn des Jahres 2008 in Deutschland flächendeckend im gesamten Bundesgebiet eingerichtet. Eine Pflicht zur Einrichtung von Umweltzonen in einzelnen Städten besteht nicht, sondern wird im Einzelfall von den Stadtverwaltungen entschieden. Im Zusammenhang mit der Kfz-Versicherung hat die Umweltzone eher weniger Bedeutung. Sinn und Zweck der Umweltzonen ist die Reduzierung der Feinstaubbelastung in Innenstädten, die Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge weltweit für bis zu 370.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich ist.

Die Umweltzonen sollen nach einem 3-Stufen-Plan immer weiter verschärft werden. Zu Beginn dürfen noch alle Fahrzeuge mit roter, gelber oder grüner Plakette in die Umweltzonen einfahren bzw. dort abgestellt werden. In weiteren Schritten dürfen dann auch die Autos mit roter Plakette nicht mehr in Umweltzonen bewegt werden, bevor schließlich nur noch Autos mit grüner Plakette in die Umweltzonen gesteuert werden dürfen. Über den aktuellen Status der jeweiligen Umweltzonen gibt ein Verkehrsschild Auskunft, das an ein “Zone-30-Schild“ erinnert. Unterhalb dieses Verkehrsschilds befindet sich ein Zusatzzeichen, auf dem alle Plaketten abgebildet sind, mit denen die Zufahrt gestattet ist.

Von der Einrichtung der Umweltzonen sind vor allem ältere Dieselfahrzeuge ohne Russpartikelfilter und Benziner ohne geregelten Kat betroffen. Ausnahmeregelungen bestehen bis einschließlich 31.12.2009 für Fahrzeuge mit rotem Kfz-Kennzeichen oder Kurzzeit-Kfz-Kennzeichen. Weiterhin bekommen sämtliche Benziner mit geregeltem Kat sowie Reise- und Linienbusse eine Schonfrist bis zum besagten Datum. Fahrzeuge mit ausländischem Kfz-Kennzeichen sind immerhin noch bis einschließlich 31.12.2008 vom Fahrverbot innerhalb der Umweltzonen ausgenommen.

Die Umweltzonen haben naturgemäß nicht nur Freunde, sondern auch eine ganze Reihe von Gegnern. In deren Lager wird vor allem damit argumentiert, dass die Feinstaubbelastung durch die Umweltzonen kaum reduziert werden könne, angeblich nur 2 -3 %, und die damit verbundenen Nachteile daher in keinem gesunden Verhältnis zueinander stünden.
Der volkswirtschaftliche Schaden infolge der Einführung der Umweltzonen wird auf rund 1 Milliarde Euro geschätzt, wobei der Löwenanteil dieser Summe auf Neuanschaffung bzw. Umrüstung von Fahrzeugen entfällt. Außerdem ist das Umrüsten ältere Fahrzeuge wirtschaftlich unrentabel, da der Wert dieser Autos weit unterhalb der Umrüstungskosten liegt.
All dies führt dazu, dass Bewohner von Umweltzonen massive Probleme bekommen, wenn ihr Fahrzeug die Voraussetzungen für die Plaketten nicht erfüllt und selbst die Zufahrt zur eigenen Wohnung nicht mehr gestattet möglich ist.

Verstöße gegen die Richtlinien der Umweltzonen werden mit einem Bußgeld von 40,- Euro sowie 1 Punkt in Flensburg geahndet.

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